Phosphoreszenz kennen wir im alltäglichen Leben als "Nachleuchten". Im physikalischen Sinne bedeutet es also die „Aussendung charakteristischer Lichtemissionen bedingt durch strahlungsinduzierte Anregung“.
Für die nicht Physiker unter uns: Ein Atom besteht aus Protonen, Elektronen und Neutronen. Der Kern ist positiv geladen. Hier befinden sich die Protonen. Um den Kern herum gibt es Schalen, auf denen sich die Elektronen befinden. Zwischen Protonen und Elektronen wirken Kräfte, die uns das vereinfachte Atommodell einer Kugel vermitteln. Einem Elektron kann durch elastische Stöße wie zum Beispiel Strahlung Energie zugefügt werden. Dabei verändert das Atom seinen Zustand. Es kann also zum Beispiel vom Grundzustand in den ersten angeregten Zustand springen. Im Normalfall springt das Elektron in wenigen tausendstel Sekunden wieder zurück in den Grundzustand. Dabei emittiert es Licht, und gibt so die überschüssige Energie in Form von Strahlung wieder ab.
Bei der Phosphoreszenz verzögert sich der Vorgang des zurück springenden Elektrons, weil bereits zuvor der Ausgangsstoff dotiert wurde, was bedeutet, dass die Elektronenanordnung auf den Schalen verändert wurde und nun sogenannte Störstellen ein metastabiles Zwischenniveau hervorrufen. Das liegt an der Drehrichtung der einzelnen Elektronen, dem sogenannten Spin. Dieser verändert seine Richtung und ruft so den sogenannten Triplett Zustand hervor, also das metastabile Zwischenniveau. Das Licht, welches hierbei emittiert wird beschreibt eine ununterbrochene Folge hintereinander und zugleich ablaufender Lichtblitze. Dies bezeichnet man als das „Nachleuchten“.
Jetzt weiß auch ich endlich, warum meine Uhr im Dunkeln leuchtet.